Neuer künstlicher Partner. Besserer Partner?

05.10.2016

 

Facebook, Microsoft und Apple haben sie schon länger - jetzt hat Google nachgezogen: Die künstliche Spracherkennung. Das Prinzip scheint einfach: Ein "Robot" nimmt Anweisungen, Fragen und Befehle entgegen und führt sie aus. Das kann er um so besser, je besser er uns kennt. Und er kennt uns umso besser, je länger er uns beobachten kann und je mehr er über uns weiß. Der Blogger Sascha Lobo hat das völlig zurecht beschrieben als ersten Einblick in das neue Zeitalter der Digitalisierung: Nicht mehr wir selber müssen uns durch eine Unzahl von Applikationen oder ein inzwischen völlig unüberschaubares und fragmentiertes "Netz" klicken. Das macht jetzt der künstliche Assistent für uns.

 

So ungelenk das in den ersten Versionen noch alles daherkommt, so massiv werden die Folgen sein - in unterschiedliche Richtungen: Erstens werden wir Entscheidungshoheit verlieren. Zweitens werden wir selber als handelnde Subjekte aus vielen Marktaktionen verschwinden: Es werden die künstlichen Begleiter sein, die für uns im Markt agieren, die kaufen, bestellen, reklamieren, kommunizieren - und sie werden ebenfalls mit Ihresgleichen, nicht mehr mit Menschen, agieren: Die künstlichen selbstlernenden Begleiter werden ein gewaltiges und komplexes Kommunikationsnetz aufbauen und uns für viele Aktionen überflüssig machen. Das erstemal im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wird unser Alltag wirklich durch Maschine- zu Maschine-Kommunikation ersetzt.

 

Ein Drittes kommt hinzu: Kommunikation wird degenerieren zu einer technischen Dienstleistung: Unser "Robot" wird gehorchen, er wird keine Widerworte finden, er wird vielleicht Rückfragen stellen und uns im besten Falle darauf hinweisen, welche Folgen unser Handeln haben kann. Möglicherweise wird uns der intelligente Assistent auf Konsequenzen hinweisen, auf die wir selber vorher gar nicht gekommen wären. Werden wir uns an diese Art der Kommunikation, in der niemand mehr widerspricht, in der niemand sauer oder beleidigt ist, gewöhnen? Werden wir noch Zeit, Kraft und den Willen aufbringen, uns auf lange Auseinandersetzungen mit dem Partner einzulassen? Auf jeden Fall wird die neue Art der Kommunikation im Zeitalter der NEW INTELLIGENCE wird ungeahnte Folgen haben, die wir heute noch nicht abschätzen können.

 

Im Zweifelsfalle werden wir unsere künstlichen Begleiter einfach anweisen: "Besorg mir im Netz einen neuen Partner". Er wird dann genau das tun, vielleicht versehen mit der Rückfrage "Weißt du, was du da aufgibst?". Aber mit einem einfachen Klick auf

den JA-Button ist dann auch dieses Problem gelöst.

 

Was meinen SIE? Diskutieren Sie mit. Ihr Beitrag interessiert mich.

 

Klaus-Ulrich Moeller

5.10.2016 -

 

KOMMENTAR ÜBER claus@moeller-creative.de

 

 

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 Zeitgeist- & Business KeyNote Speaker Dr. Moeller

Erlenbadstraße 73 - 77880 Sasbach/Germany - moeller@top-global-speaking.net

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