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Wann lassen wir KI erwachsen werden?


Bei der jüngsten Spielereien mit einer der neuen Text-Bild-Generatoren, die ich mit den Worten Speaker, Klimt Style und Uhren fütterte, wurde mir das wieder bewusst: Künstliche Intelligenz bringt auch im Bereich der Kunst, der Ästhetik, der Musik und in diesem Fall der Malerei unglaubliche kreative Leistungen zustande. Nach 30 Sekunden warf der Algorithmus folgenden Vorschlag aus, den ich mit Kußhand genommen habe und wohl auch gekauft hätte, wenn jemand auf einem Trödelmarkt 10 Euro dafür hätte haben wollen.


Doch das Kernproblem bleibt: Da der Algorithmus mit Milliarden von Daten und Bildern trainiert wurde, hat er letztendlich diese "Trfainingsbilder" genutzt und neu, durchaus kreativ, zusammengesetzt. Da ich ihn korrigieren kann, wird er immer genauer lernen, welche Vorstellungen ich selber bei bestimmten Begriffen habe und die produzierten Bilder meinen Vorstellungen immer weiter annähern.


Das aber ist genau das, was ich ja eben nicht möchte: Mich interessiert, welche innovativen Vorschläge die KI selber hat, nicht dass sie nachzeichnet, was ich wohl meinen könnte. Um das zu lernen, um neue Perspektiven zu entwickeln, neue Muster zu erkennen, braucht sie kein

Training mit Daten der Vergangenheit, sondern etwas anderes: Autonomie. Wir müssen ihr gestatten, nach neuen Mustern zu suchen, auf die wir selber gar nicht gekommen wären. Erst dann kann sie ihr Potential voll nutzen.


Mit diesem Gedanken sollten wir KI auch in der Medizin, im Business überhaupt nutzen. Solange wir ihr tausende Fesseln anlegen, wird sie das bleiben, was ihr nicht gerecht wird: Ein braves, nützliches, aber letztlich wenig innovatives Schoßhündchen. Und wir verschenken ein großes Stück Zukunft.


Euer Klaus-Ulrich

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